Die Gretchenfrage bei der Zubereitung: Geschält oder nicht? Diplomatisch die Antwort: Geht beides. Zwar wird die Batate vor der Weiterverarbeitung meist von der Schale befreit, sie kann aber auch als Ofenkartoffel ungeschält gegart werden. Der Vorteil: Die Nährstoffe bleiben so weitgehend erhalten. Die Lagerung ist der nächste entscheidende Punkt. Hier ist Vorsicht geboten: Aufgrund ihres hohen Wassergehalts ist die Süsskartoffel nicht unbegrenzt geniessbar. Deshalb sollte sie in einem kühlen Keller aufbewahrt werden, keinesfalls aber im Kühlschrank. Und: Bei längerer Lagerung ist darauf zu achten, dass die Knollen nicht aufeinander liegen. Kleiner Tipp: Ein Apfel verhindert, dass die Bataten keimen. Mal herzhaft, mal süss Zugegeben, Kartoffel und Batate ähneln sich äusserlich. Doch sie sind – wie bereits erwähnt – nur entfernt miteinander verwandt. Was besonders ins Auge sticht: ihr leuchtend oranges Fruchtfleisch, das sie nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch brillieren lässt. Ihr Geschmack erinnert durch die leichte Süsse an Karotten oder einen Kürbis. Und das Beste: Den Arten der Zubereitung sind – fast – keine Grenzen gesetzt. Ob als Pommes zu Burger oder Steak, als Ofenkartoffel mit einer feinen Dip-Sauce oder als Nachtisch – die Süsskartoffel macht immer eine gute Figur. Im wahrsten Sinnes des Wortes. Vielseitig nicht nur als Speisenbegleiter Jann Hoffmann, Schweizer Spitzenkoch, verrät im Gespräch mit Esther Kern ein paar seiner Tricks: Er spielt mit den unterschiedlichen Geschmacksrichtungen Süsse und Schärfe. Deshalb setzte er ein Öl mit Knoblauch und Chili an und mischt dieses zu pürierten Süsskartoffeln. So entsteht ein genialer Begleiter, der sich wunderbar mit Fleisch, beispielsweise einem Schweinebauch, kombinieren lässt. Auch TopGastronom Fabian Fuchs weiss die Süsskartoffel ganz besonders einzusetzen: Er sticht aus dem Gemüse runde Taler, die er erst kocht,
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